Der Ortsbeirat und der "Markendorfer Ortsverein e.V." informieren:


Frankfurt (Oder)

18. November 2023, 

Ein Artikel von Ines Weber-Rath

Einkaufen in Frankfurt (Oder):
Supermarkt in Markendorf – Bauarbeiten haben begonnen

Nach monatelanger Unterbrechung nehmen die Fundamente des geplanten Einkaufs- und Getränkemarktes in Markendorf, Ortsteil von Frankfurt (Oder), jetzt Gestalt an. Wann Eröffnung sein soll.

 


Die Erleichterung unter den Markendorfern sei groß, sagt Ortsvorsteher Frank Walter. Mancher Bewohner des Ortsteils von Frankfurt (Oder) hatte angesichts der über den Sommer monatelang verwaisten Baustelle an der Zufahrt zum Technologie- und Gewerbecenter (Tegece) schon befürchtet, dass sich der seit Jahren ersehnte Bau eines Verbrauchermarktes erneut erheblich verzögern könnte.

Doch die Pause seit dem Ende der Abrissarbeiten auf dem einstigen Großparkplatz am Ortsausgang war projektbedingt. Ausführungsplanung und Bauvorbereitung hätten einfach Zeit mehr gekostet, sagt Benjamin Schielicke. Der Beelitzer ist der Geschäftsführer der bauausführenden Schielicke Bau GmbH und ihrer Markendorfer Projekttochter, der BT Fonds Projekt 7 GmbH.

Anfang Oktober war das Leben auf die Baustelle zurückgekehrt und zunächst das Containerdorf für die Bauleute aufgebaut worden. Inzwischen sind nicht nur die Abmaße des Aldi-Marktes, der hier direkt gegenüber der Flüchtlingsunterkunft der Zentralen Ausländerbehörde (ZABH) des Landes entsteht, sichtbar. Daneben, durch eine Brandmauer getrennt, hat auch der Bau des geplanten Getränkemarktes bereits begonnen.

Bauvorbereitung und Projektentwicklung in Markendorf

Die gelbe Schalung zeigt den Grundriss des Marktes an, der sich bis an die Straßenbahn-Haltestelle an der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 87 heran erstrecken wird. Der 15 Meter hohe Drehturmkran, der die Bauteile an Ort und Stelle bringt, ist der Mittelpunkt des Geschehens und weithin sichtbar.

 

Einkaufen in Frankfurt (Oder)

Bau von Supermarkt in Markendorf von Archäologen begleitet

 

Die Bewehrung des Fundaments für den Aldi-Markt ist geflochten. Bauarbeiter verlegen eben die Schleifen für die Fußbodenheizung, um danach die Bodenplatte gießen zu können, damit dann am Montag der Aufbau der Ständerwände beginnen kann, erklärt der Polier im Gespräch mit Frank Walter. Er hofft auf einen milden Winter, damit der Bau ohne lange Unterbrechungen vorangehen kann. Die Zahl der aktuell knapp 20 Bauleute werde sich deutlich erhöhen, sobald der Innenausbau beginnt, berichtet der Polier.

Nachhaltige Bauweise für den neuen Aldi-Markt

Was den Aldi-Marktbau betrifft, so bewege man sich dabei auf Neuland, sagt Investor-Vertreter Benjamin Schielicke. Denn die Supermarktkette setze aus Gründen der Nachhaltigkeit jetzt auf eine Holzbauweise. „Dafür kommen viele vorgefertigte Bauteile zum Einsatz“, erklärt der Chef der Beelitzer Baufirma.



Vom ursprünglichen Ziel, den Aldi-Markt zum Jahresende zu eröffnen, habe man sich inzwischen verabschieden müssen, so Benjamin Schielicke. Neues Ziel sei die Eröffnung im Frühjahr. Start wird also mit dem Oster- statt dem Weihnachtsgeschäft sein.

Herausforderungen bei der Baustellenentwässerung

Mit Blick auf die dicken Rohre am Rande des Baufeldes erklärt der Polier: Die kommen für die Entwässerung in den Boden. Der lehmhaltige Markendorfer Baugrund erschwere die Versickerung. Ein Versickerungsbecken und eine Drosselklappe sollen das Auffangen des Wassers und die dosierte Abgabe nach Starkregen ermöglichen.


Der Ortsvorsteher von Markendorf Frank Walter hat sich vom Fortschritt auf der Baustelle ein Bild gemacht und mit Bauleuten gesprochen.
 Als zwei Bauleute den Ortsvorsteher fragen, wo man denn hier in der näheren Umgebung was zu Essen kaufen könne, lacht der Markendorfer kurz auf: Das genau sei ja das Problem, man müsse bislang ziemlich weit bis in die Stadt fahren, so Frank Walter. Aber das soll sich ja nun zum Glück bald ändern. Nicht nur für die Bewohner seines Ortsteils, des angrenzenden Markendorf-Siedlung und der nahen Ortsteile Hohenwalde und Lichtenberg, sondern auch für Hunderte Mitarbeiter der im Tegece ansässigen Firmen sowie die Bewohner der Flüchtlingsunterkunft.


Geplant sind auf dem Komplex in Markendorf drei Einzelhandels-Einrichtungen. Neben dem Aldi-Markt mit rund 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche und dem benachbarten Markt von Getränke Hoffmann soll eigentlich noch ein Drogeriemarkt oder eine Apotheke entstehen. Gespräche mit Interessenten liefen, hieß es dazu nur.

Auf Einkaufsmöglichkeiten wartet Markendorf seit Jahren. 2019 war der einstige Parkplatz des Halbleiterwerkes schließlich zu diesem Zweck an einen Projektentwickler verkauft worden. Danach tat sich lange nichts, bis nun im Frühjahr dieses Jahres die Stadt eine Baugenehmigung erteilen konnte.


Einkaufen in Frankfurt (Oder):
Stadt erteilt Baugenehmigung für Supermarkt 
im Ortsteil Markendorf

Der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), René Wilke, hat die gute Nachricht verkündet: 
Für das im Ortsteil Markendorf geplante Nahversorgungszentrum ist die Baugenehmigung erteilt worden.

Frankfurt (Oder), 06. Juni 2023

Ein Artikel von

Ines Weber-Rath

Mehr als fünf Jahre sind ins Land gegangen, in denen die Markendorfer gehofft, immer wieder nachgehakt und gegen die vermeintliche Verschleppung des Genehmigungsverfahrens durch die Stadt protestiert hatten. Nun ist ein Meilenstein geschafft: Am Freitag (2.6.) hat René Wilke, der Oberbürgermeister von Frankfurt (Oder), den Ortsvorsteher des Ortsteils Markendorf, Frank Walter, telefonisch darüber informiert, dass die Baugenehmigung für das an der B87 geplante Nahversorgungszentrum erteilt worden sei. Und zwar im Eilverfahren, wie Frank Walter berichtet und auch Stadtsprecher Uwe Meier informierte.

Denn anders, als mancher Markendorfer lange Zeit vermutete, habe die lange Verfahrensdauer nicht an den Mitarbeitenden der städtischen Baubehörde gelegen. Die vollständigen Antragsunterlagen seien vielmehr vom Antragsteller erst am 12. April dieses Jahres eingereicht worden, weiß Markendorfs Ortsvorsteher inzwischen.

Er ist „froh, dass die wichtigste Hürde für das Vorhaben genommen ist“ und hofft, „dass nun auch schnellstens Baubeginn ist“.

Ein hoffnungsvolles Signal dafür gibt es bereits: In der vorigen Woche sind die Arbeiten zum Entsiegeln des einstigen Riesen-Parkplatzes an der Straßenbahn-Endhaltestelle vor dem Technologie- und Gewerbecenter (Tegece) Frankfurt (Oder) nach monatelangem Stillstand wieder aufgenommen worden.